liebe leute,
der jetlag hat zugeschlagen, wir sind schon seit halb sechs wach. scheinbar sind wir am montag abend in bruessel gelandet, aber der kopf ist noch halb bei dreissig grad waermer. steven hat's immer noch ein bisschen schwer trotz warmen empfang und fritten... mir gehts eigentlich richtig gut, ich freue mich wie verrueckt alle menschen wiederzusehen (vielleicht schneie ich, wortwoertlich wohl!, ende november auch in der heimat herein) und habe zehntausend kreative projekte in meinem kopf - und zum glueck irgendwie bloss einen einzigen tag vorlesungen pro woche. leute, kommt in belgien studieren, hier ist alles einfacher *grins*
die letzten tage poona und bombay waren intensiv gefuellt. am freitag war diwali, quasi hindu-neujahr und festival des lichts. ueberall ist weihnachtsbeleuchtung, nach indischem geschmack natuerlich viel kitschige knallfarbige flickerlichter, aber auch traditionelle oelkerzen. abends nach der puja (eine art gottesdienst) wird dann im ganzen haus festbeleuchtung angemacht und stehen alle tueren offen, sodass lakshmi, die goettin des reichtums, ganz bestimmt das haus nicht uebersieht und sich lang genug aufhaelt um geldsegen fuers neue jahr zu garantieren :-)
drei tage davor und danach wird dann noch fleissig geknallt und mit feuerwerk gezuendelt, sodass wir unser silvester eigentlich schon hinter uns haben. schon eine andere erfahrung um bei 27 grad nachts auf dem balkon zu stehen, zuzugucken wie raketen eine dunstglocke ueber die viermillionen"klein"stadt poona haengen, und statt sich die nase abzufrieren steht man da entspannt im sari mit aermelloser bluse (was einen skandal in den doerfern ausgelockt haette!)...
samstag war dann noch viel groesseres kontrastprogramm. nach vier stunden taxifahrt zurueck nach bombay haben wir dharavi, den groessten slum asiens besucht. ein junger student der selbst in der toepferkolonie wohnt, fuehrte uns privat herum. trotz hitze und blechhuetten und schmutzigen aber lachenden kindern war es viel weniger schlimm als erwartet, entweder weil wir armut schon gewoehnt sind, oder viel mehr weil die menschen dort auf verblueffendste weisen ihren lebensunterhalt verdienen. mehr info mit links gibts hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dharavi
und auf englisch hier: www.realitytoursandtravel.com
und ein paar fotos (fotografieren war verboten, schliesslich sind menschen keine zootiere!) hier: http://juliencassagne.free.fr/Photos/index.php?/category/17 ganz unten auf der seite. dieser franzose hatte denselben guide wie wir :-)
am selben abend sind wir dann mit ritikas superreichen freunden ausgegangen... so schicke disco dass steven trotz leinenhose und hemd mit seinen teva-sandalen von drei (!) bodyguards nicht reingelassen wurde und ritikas kumpel fluchend zurueckfahren und feste schuhe auslehnen musste. drinnen dann droehnender techno, westlich gekleidete stinkreiche inder mit fancy fotohandys, und wir fuehlten uns ziemlich arm und ernteten komische blicke als wir erzaehlten dass wir zwei monate in den himalayas freiwilligendienst gemacht haben... zum glueck wurden alle um halb zwei schon rausgeworfen, die polizei kontrolliert ob die gesetzliche oeffnungszeit eingehalten wird! dann werden die autos von jungen chauffeurs vorgefahren sodass die herrschaften nicht mehr als zwei schritte tun muessen, und wird ein bisschen herumgecrosst und dann in der disco eines fuenf-sterne-hotels (!!!) weitergefeiert. in meinem ganzen leben hab ich noch nicht in so einer schicken bude gesessen und mich soooo arm gefuehlt!! zum glueck schloss auch diese disco um drei oder halb vier, und konnten wir noch ein bisschen erzaehlen mit ritika die es zum glueck auch verwerflich findet dass ihr kumpel naechstes jahr einen riesenjeep kaufen will (in bombay!) pur um anzugeben... diese leute verdienen einfach mehr als sie ausgeben koennen, und wir haben an einem einzigen tag wohl den groessten kontrast zwischen arm und reich in diesem land mit eigenen augen gesehen.
das sind alles dinge die noch ein bisschen in unserem kopf herumschwirren, auch nach einem letzten shoppingtag, drei naechten mit wenig oder ohne schlaf, fast zwanzig stunden unterwegssein von ritikas wohnung nach leefdaal, frietjes, zwoelf stunden schlaf, fuenfzig kilo gepaeck auspacken, stevens grosseltern besuchen, wehmuetig ein paar berge- und avani-fotos ankucken... heute abend ist grosses kurzfilmfestival an der uni, morgen ein ganzer tag uni und abends strassenfestival in leuven mit wouters band, sonntag seine fotoausstellung in bruessel... und das hektische leben hat uns wieder. ich hoffe dass ich mein indisches laecheln trotz kuenstlichem stress und grauem eiskaltem regenwetter behalten kann! europa hat schliesslich auch seine vorteile... ich denke nur an den menschenleeren, soooo stillen flughafen, die sauberen strassen mit denen man hier in neuen autos geradezu schwebt, keine stinkenden abfallberge oder stromausfaelle, warmwasserduschen statt eimer die man heranbuckeln muss, salate mit rohem gemuese, der luxus einer zentralheizung und dicken zudecke... wie schoen dass man sich an so kleinen, fuer uns frueher selbstverstaendlichen dingen freuen kann :-)
liebste unhektische gruesse,
eure stefanie/steffi
(die ein grosser glueckspilz ist und dankbar auch!)
Wednesday, 14 November 2007
Monday, 5 November 2007
it's hot in the poor places tonight
Goedenavond,
We zijn vrijdagochtend om rond 5u smorgens blij en gezond aangekomen in Bombay, na de gevreesde 45 uur treinrit. Het was tegen alle verwachtingen een aangename ervaring. Sinsdien hebben we twee nachten bij Ritika geslapen (Ritika is een vriendin van Steffi die samen met haar enkele jaren geleden in Belgie vrijwilligerswerk heeft gedaan), en ze zijn bij Kalindi langsgeweest op het appartement van haar oma die 90 is. Momenteel zitten we in Poona, en logeren bij de ouders van Ritika. Een heel mooi appartement, heel lekker eten en supervriendelijke mensen. We zijn eigelijk weeral in een ander India terechtgekomen. Hier zijn niet zoveel gewone toeristen, maar poona is wel de thuisbasis van Osho (een heel bekende goeroe). We gaan morgen de ashram bezoeken, alhoewel we al beslist hebben dat we de ashram-toeristen niet leuk vinden. Heel zweverige mensen die op zoek zijn naar innerlijke verlichting door te mediteren, hun chakras te laten finetunen en rond te lopen in gekke rode sekteachtige gewaden... niks voor mij dus. Alle westerlingen betalen hier gigantisch veel, en de ashram ziet er iets te afgelikt uit, en doet mij eerder denken aan een gigantische geldmachine. Ik ben sinds Varkala beach een beetje alergisch geworden aan al die yoga, massage, feel good, hocus-pocus. Zeker als je in contrast al die armoede ziet die alles omringt, Met dakloze kinderen, bedelaars, gehandicapten die op straat moeten leven of in slums...
Dus rond deze tijd volgende week zijn we terug thuis, afscheid zal niet gemakkelijk zijn maar het is ook wel leuk om terug naar huis te gaan. Nu moeten we ons haasten voor weer een zalige maaltijd bij de ouders van Ritika.
Tot de volgende
Steven en Steffi
We zijn vrijdagochtend om rond 5u smorgens blij en gezond aangekomen in Bombay, na de gevreesde 45 uur treinrit. Het was tegen alle verwachtingen een aangename ervaring. Sinsdien hebben we twee nachten bij Ritika geslapen (Ritika is een vriendin van Steffi die samen met haar enkele jaren geleden in Belgie vrijwilligerswerk heeft gedaan), en ze zijn bij Kalindi langsgeweest op het appartement van haar oma die 90 is. Momenteel zitten we in Poona, en logeren bij de ouders van Ritika. Een heel mooi appartement, heel lekker eten en supervriendelijke mensen. We zijn eigelijk weeral in een ander India terechtgekomen. Hier zijn niet zoveel gewone toeristen, maar poona is wel de thuisbasis van Osho (een heel bekende goeroe). We gaan morgen de ashram bezoeken, alhoewel we al beslist hebben dat we de ashram-toeristen niet leuk vinden. Heel zweverige mensen die op zoek zijn naar innerlijke verlichting door te mediteren, hun chakras te laten finetunen en rond te lopen in gekke rode sekteachtige gewaden... niks voor mij dus. Alle westerlingen betalen hier gigantisch veel, en de ashram ziet er iets te afgelikt uit, en doet mij eerder denken aan een gigantische geldmachine. Ik ben sinds Varkala beach een beetje alergisch geworden aan al die yoga, massage, feel good, hocus-pocus. Zeker als je in contrast al die armoede ziet die alles omringt, Met dakloze kinderen, bedelaars, gehandicapten die op straat moeten leven of in slums...
Dus rond deze tijd volgende week zijn we terug thuis, afscheid zal niet gemakkelijk zijn maar het is ook wel leuk om terug naar huis te gaan. Nu moeten we ons haasten voor weer een zalige maaltijd bij de ouders van Ritika.
Tot de volgende
Steven en Steffi
last week indian food, chaos, smells, people, habits...
hey :-)
die wichtigste nachricht zuerst: wir haben die 44,5 stunden zugfahrt von varkala im sueden keralas nach mumbai (bombay) ueberlebt, ohne bleibende schaeden, mit ziemlich viel schlaf, und unglaublich viel essen! unglaublich, aller zwei minuten kommt jemand durch mit ganzen mittag/abendessen, fritierten snacks, keksen, chipstueten, geroesteten nuessen, obst, tee, kaffee, zeitschriften... letztere haben wir natuerlich nicht gegessen *zwinker* auch ein paar worte gewechselt mit einem menschen aus bihar und andaechtig den gitarren(! erste gesichtet!)-liedern der zwei jesusfreaks im abteil nebenan gelauscht. mit gebet hinterher, krasser in trance als die hindus vor ihren tempeln, so toll zu sehen!
dann kamen wir um fuenf morgens in mumbai an, und geschaetzt ein tausendstel der bevoelkerung war am bahnhof um diese zeit - bei zwanzig millionen inwohnern keine sprache von gaehnender leere eines riesaer bahnhofs! trotzdem und dann noch ohne handynummer hat ritika es geschafft uns zu finden, sonst haetten wir drei stunden warten muessen bis die internetcafes oeffnen und wir ihre nummer gehabt haetten... mit dem taxi (rikschas gibts in diesem teil der stadt nicht) zu ihrer wohnung, den tag mit kalindi verbracht (ritika musste arbeiten) und den krassesten vorstadtzug der welt erlebt, bei ihrer oma diwali-suessigkeiten gegessen und frische kokosnuss, und abends kleine tonschalen bemalt fuer das diwali-festival am freitag (hindu-neujahr, wie weihnachten und silvester zusammen). am samstag sind wir dann nach pune (poona) gefahren, 200 km von mumbai und eine kleinstadt nach indischer wahrnehmung, "nur" vier millionen einwohner... aber groesser als berlin!! jedenfalls ist es hier auch sauwarm, aber wenigstens trockener weil auf 800m hoehe (hoeher als jeglicher punkt in belgien *huestel*). wir wohnen hier bei ritikas eltern noch bis morgen, dann zwei tage und naechte bei kalindis eltern, und dann ziehen wir wieder um zu ritikas eltern weil diwali am freitag. nur dass die eltern atheisten sind (die ersten die wir hier treffen!!) und es nur eine kleine puja (religioese handlung) geben wird, also vielleicht machen wir dann noch eine echte puja bei kalindi zuhause mit. hoffentlich andere eindruecke als die gestrige finding-nemo-geburtstagsparty fuer ritikas dreijaehrigen neffen, mit bestimmt dreissig kindern und so schick dass wir dachten das ist eine hochzeit...
heute haben wir fleissig geshopt, in der "german bakery" fritten und gesunde burger gegessen, und weisse touristen ausgelacht die in ihren rotbraunen gewaendern aus dem gegenueberliegenden ashram (nein! "osho meditation resort", i'm sorry!) kommen, weil sooo viel meditation und sauteure 500 rupies pro tag eben doch nicht helfen gegen hunger auf europaeisches essen! morgen machen wir eine stille (!) zehn-minuten-fuehrung mit, aber leider sind kameras verboten.
bleibt nur noch zu sagen dass wir hier schon wieder in einem fremden land gelandet sind, nach dem touristenschock in kerala und "unseren" bergen, die fuer uns wohl immer das einzige echte indien sein werden! wenigstens wird die wiedereingewoehnung zuhause so leichter, hier ist alles erschreckend westlich...
ganz liebe gruesse aus der trockensauna :-)
eure stefanie/stefie/steffi
(mit einem bein und dem halben kopf schon wieder in europa - aber der magen ist noch hier *grins*, ganz bestimmt mit den pakoras und dem minze-chutney heute frueh!)
die wichtigste nachricht zuerst: wir haben die 44,5 stunden zugfahrt von varkala im sueden keralas nach mumbai (bombay) ueberlebt, ohne bleibende schaeden, mit ziemlich viel schlaf, und unglaublich viel essen! unglaublich, aller zwei minuten kommt jemand durch mit ganzen mittag/abendessen, fritierten snacks, keksen, chipstueten, geroesteten nuessen, obst, tee, kaffee, zeitschriften... letztere haben wir natuerlich nicht gegessen *zwinker* auch ein paar worte gewechselt mit einem menschen aus bihar und andaechtig den gitarren(! erste gesichtet!)-liedern der zwei jesusfreaks im abteil nebenan gelauscht. mit gebet hinterher, krasser in trance als die hindus vor ihren tempeln, so toll zu sehen!
dann kamen wir um fuenf morgens in mumbai an, und geschaetzt ein tausendstel der bevoelkerung war am bahnhof um diese zeit - bei zwanzig millionen inwohnern keine sprache von gaehnender leere eines riesaer bahnhofs! trotzdem und dann noch ohne handynummer hat ritika es geschafft uns zu finden, sonst haetten wir drei stunden warten muessen bis die internetcafes oeffnen und wir ihre nummer gehabt haetten... mit dem taxi (rikschas gibts in diesem teil der stadt nicht) zu ihrer wohnung, den tag mit kalindi verbracht (ritika musste arbeiten) und den krassesten vorstadtzug der welt erlebt, bei ihrer oma diwali-suessigkeiten gegessen und frische kokosnuss, und abends kleine tonschalen bemalt fuer das diwali-festival am freitag (hindu-neujahr, wie weihnachten und silvester zusammen). am samstag sind wir dann nach pune (poona) gefahren, 200 km von mumbai und eine kleinstadt nach indischer wahrnehmung, "nur" vier millionen einwohner... aber groesser als berlin!! jedenfalls ist es hier auch sauwarm, aber wenigstens trockener weil auf 800m hoehe (hoeher als jeglicher punkt in belgien *huestel*). wir wohnen hier bei ritikas eltern noch bis morgen, dann zwei tage und naechte bei kalindis eltern, und dann ziehen wir wieder um zu ritikas eltern weil diwali am freitag. nur dass die eltern atheisten sind (die ersten die wir hier treffen!!) und es nur eine kleine puja (religioese handlung) geben wird, also vielleicht machen wir dann noch eine echte puja bei kalindi zuhause mit. hoffentlich andere eindruecke als die gestrige finding-nemo-geburtstagsparty fuer ritikas dreijaehrigen neffen, mit bestimmt dreissig kindern und so schick dass wir dachten das ist eine hochzeit...
heute haben wir fleissig geshopt, in der "german bakery" fritten und gesunde burger gegessen, und weisse touristen ausgelacht die in ihren rotbraunen gewaendern aus dem gegenueberliegenden ashram (nein! "osho meditation resort", i'm sorry!) kommen, weil sooo viel meditation und sauteure 500 rupies pro tag eben doch nicht helfen gegen hunger auf europaeisches essen! morgen machen wir eine stille (!) zehn-minuten-fuehrung mit, aber leider sind kameras verboten.
bleibt nur noch zu sagen dass wir hier schon wieder in einem fremden land gelandet sind, nach dem touristenschock in kerala und "unseren" bergen, die fuer uns wohl immer das einzige echte indien sein werden! wenigstens wird die wiedereingewoehnung zuhause so leichter, hier ist alles erschreckend westlich...
ganz liebe gruesse aus der trockensauna :-)
eure stefanie/stefie/steffi
(mit einem bein und dem halben kopf schon wieder in europa - aber der magen ist noch hier *grins*, ganz bestimmt mit den pakoras und dem minze-chutney heute frueh!)
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